AfD stoppen! (Beitrag vom 3.12.17) ?>

AfD stoppen! (Beitrag vom 3.12.17)

Die „Alternative für Deutschland“ ist keine normale Partei, sondern die Kraft, die Rassismus, Nationalismus, Islamhass, Sexismus sowie eiskalten Kapitalismus und damit verbunden auch umweltzerstörerische Politik in den Bundestag zurückbrachte.
Eiskalt war auch das Wetter auf den Straßen Hannovers, auf denen wir alles dafür taten, den Parteitag der AfD zu blockieren und danach an einer Großdemonstration teilzunehmen.
Sieben Uhr früh schlossen wir uns dem grünen Finger, für antifaschistisches Klima, an und konnten mehrere Stunden friedlich eine Kreuzung neben dem Tagungsort für die Anreise der Rassist*innen unpassierbar machen. Dank der weiteren Demonstrationsfinger, die andere Zufahrtswege blockierten, fand der Parteitag auch erst ungefähr 1,5 Stunden nach dem geplanten Beginn statt. Damit konnte ein eindeutiges Signal gesendet werden: Die Menschen werden den Einzug der AfD in den Bundestag und in die Landtage nicht akzeptieren und den europäischen Rechtsruck stoppen.
Leider fiel wieder die Polizeigewalt auf, welche unsere Proteste dauerhaft provozierte und Angriffe unsererseits erschaffen wollte, um eine Rechtfertigung für den Einsatz brutalster Gewalt gegen Protestierende zu haben. Hierbei wurde z.B. ein AfD-Mitglied versucht durch unsere Blockade laufen zu lassen, welches Genoss*innen körperlich angriff. Wir reagierten allerdings gelassen und hinderten ihn friedlich am Durchgehen. Trotzdem wurden wir schließlich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt durchnässt vom Wasserwerfer welcher minutenlang auf unsere Kreuzung schoss mit einem Wasser-Reizgas-Gemisch und schließlich vom Schlägertrupp der Polizei gewaltsam vertrieben. Daraufhin mussten einzelne Genoss*innen scheinbar noch auf dem Weg, den uns die Polizist*innen aufzwangen einzeln aufgegriffen und körperlich angegriffen werden.
Auch während und nach der Großdemonstration fielen Polizist*innen durch Willkür auf, z.B. als wir auf unserem Weg zum Hauptbahnhof dreimal von Polizeisperren auf dem Weg gehindert wurden und dabei kilometerlange Umwege hinnehmen mussten, obwohl andere Menschen dort langgehen konnten und wir uns nach Umwegen wieder hinter den Polizist*innen wiederfanden, welche uns vorher den Weg versperrt hatten. Sinnvolle polizeiliche Maßnahmen?
Ob die Maßnahmen der Exekutive hierbei zur Deeskalation beitrugen, bleibt eine Frage, die wir verneinen, doch die Polizeiführung sicherlich bejahen wird.
Doch wer vertraut schon diesen Menschen, die die Polizeigewalt in Deutschland leugnen und Faschist*innen mithilfe menschenverachtender Gewalt schützen?
Wir nicht.
Doch bewiesen wir, dass wir uns nicht provozieren lassen und dass wir unter allen Bedingungen bereit sind uns gegen Faschismus zu stellen. Wir werden niemals aufhören für eine neue Gesellschaft zu kämpfen, in der sich keiner mehr von Rassist*innen und Kapitalist*innen vorschreiben lassen muss, wie er zu leben hat. In der niemand mehr von Polizist*innen, die blind und ohne jede Moral nur dem folgen, was diese Menschen fordern, gezwungen wird in eine gesellschaftliche und politische Apathie zu verfallen.
Danke an alle 8000 Menschen, die mit uns zusammen dafür einstanden.


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