Kapitalismus versenken! ?>

Kapitalismus versenken!

Umweltkatastrophen wie z.B. die Überschwemmungen in Berlin oder Hitzewellen in Frankreich und Spanien bestimmen immer mehr unseren Alltag, während sich der Klimawandel weiter fortsetzt. Wir können mit immer stärkeren und häufigeren Katastrophen rechnen, wenn unsere Umwelt durch große Unternehmen weiterhin so stark ausgenutzt wird. Dass der Profit wichtiger als die Folgen für Natur und Mensch sind, hat der Abgasskandal eindrucksvoll bewiesen. Doch gibt es eine politische Reaktion darauf? Nein, ganz im Gegenteil: die USA stieg aus dem Pariser Klimaabkommen aus und Gegenmaßnahmen werden nicht ergriffen. Stattdessen wird der derzeit existierende riesige materielle Reichtum lieber im Sinne der Wirtschaft ausgegeben. Durch Aufrüstungen und brutale Kriege von Großmächten wie der USA, Russland, aber auch Deutschland profitieren die Rüstungsunternehmen und Menschen leiden. Statt für faire Arbeitsbedingungen weltweit zu sorgen, werden die großen finanziellen Gewinne in profitmaximierende Maßnahmen investiert, da diese grundlegend für die Unternehmer ist. Aber würden sie diese Gelder nicht investieren, würde ihr Unternehmen auf dem harten Privatmarkt nicht mit der Konkurrenz mithalten können und am Ende Pleite gehen. Aufgrund dieses Systems müssen weltweit Menschen hungern und zu Billiglöhnen arbeiten. Nicht, weil das Geld um sie zu versorgen nicht da wäre, sondern weil der Großteil des Geldes schlicht in das Unternehmen zurückfließen muss, um es am Markt zu halten.
Dieses System ist menschenverachtend. Der Mensch ist nicht mehr Mensch, sondern Ware. Er ist für Geld erhältlich. Und wenn das Unternehmen am Markt zurückfällt, muss genau beim Menschen an Geld gespart werden. Also mehr Arbeit für weniger Geld.
Zwar können viele große Unternehmen ihren Arbeitern einen fairen Lohn finanzieren, doch nur, weil damit die Ausbeutung anderer Arbeiter einhergeht, wie z.B. von Zulieferern. Dies gilt für Autounternehmen, aber auch die Kleidungsindustrie, welche ihre Kleidung aus Ländern wie Pakistan oder Indien beziehen, wo Menschen für einen Hungerlohn den Großteil des Tages in Fabriken verbringen, welche häufig in sehr schlechten Zuständen sind. Dies endet zwangsweise in brennenden oder einstürzenden Fabriken, in denen zu viele Menschen sterben. Doch Veränderungen werden nicht umgesetzt. Dies können die Unternehmen nicht leisten, da dies dem Gewinn schaden würde und so weniger Geld in weitere Verbesserungen investiert werden könnte. Dies würde schlussendlich das Unternehmen in die Pleite führen.
Doch wie kann man an diesem Zustand was ändern? Können die Antworten und Verbesserungen politisch folgen?
Leider nicht.
Der Staat ist abhängig von den Geldern der Wirtschaft und kann ohne sie nicht existieren. Das sieht man z.B. gut an der von VW überarbeiteten Rede in der Regierungserklärung im niedersächsischen Landtag. Gerade von großen Unternehmen ist der Staat absolut abhängig. Kleinere Unternehmen können bei Vergehen gegen die Regeln des Staates mit einer harten Bestrafung rechnen, aber wie soll ein Staat ein Unternehmen bestrafen, wenn als Konsequenz dem Staat wichtige Gelder fehlen würden und viele Menschen arbeitslos werden würden? Dies würde zur absoluten Gefährdung des sozialen Friedens führen und dem Staat am Ende bloß selbst schaden.
Doch wie kann man die Herrschaft der Wirtschaft beenden?
Wir müssen uns als Menschen weltweit organisieren, uns zusammen gegen die Herrschaft des Kapitals über alle Menschen stellen und für eine neue Weltordnung fern von Krisen, Hunger und Hass kämpfen.
Nur mit dem Aufbrechen des derzeitigen Zustands stoppen wir die Ausbeutung. Nur so erreichen wir soziale Gerechtigkeit für alle.
Dies ist der einzige Weg unseren Planeten und die Menschheit nicht in den Abgrund zu stürzen, sondern ihm die Hand zu reichen um aus dem Abgrund herauszusteigen.


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