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No G20

Das Wochenende des G20 Gipfels ist jetzt zu Ende.
Die Staaten, die letztes Jahr 5022 ertrunkene Flüchtlinge im Mittelmeer und weltweite Ungerechtigkeit zu verantworten haben, verwalteten in Hamburg das Elend der Welt.
Prominente Gäste wie Putin und Erdogan, welche für die Verhaftung von Oppositionellen und für Menschenrechtbrüche bekannt sind, aber auch Trump, der für rassistische und sexistische Beleidigungen und lauch für eine radikal klimagefährdende Politik steht, nahmen an dem Gipfel teil. Genauso war Saudi-Arabien beteiligt, welches Terroristen, wie den IS finanziell unterstützt.
Die Auflistung solcher Taten der G20- Staaten könnte man noch sehr lange fortsetzen.
Vertreter dieser Politik trafen sich in einer der größten Städte Deutschlands, Hamburg.
Vorallem stellt sich der Sinn eines solchen Treffens in Frage, wenn es doch den Steuerzahler 45000 Euro pro Minute kostet und Treffen der Politiker nicht an solche Gipfel gebunden sind.
Ein Protest, der sich gegen dieses G20 Treffen und das System richtet, in welchem solche Politik Normalzustand ist, ist in unseren Augen notwendig und wichtig.
Der Protest gegen den Gipfel begann bereits ein paar Tage vor dem Wochenende. Mit Protestcamps sollte den Gästen, die nicht aus Hamburg sind und gegen den G20 Gipfel protestieren wollten eine kostengünstige Schlaf- und Verpflegungsmöglichkeit geboten werden.
Diese wurden auch von dem Oberverwaltungsgericht Hamburg genehmigt. Zwar weit außerhalb des Stadtkerns, aber immerhin.
Doch der Aufbau wurde trotz der Gerichtsurteile von der Polizei gehindert und nachts dann von den Polizist*innen gewaltsam gestürmt.
Diese Taktik der Polizei setzte sich im Rest der Woche fort. Genehmigte Demos durften nicht loslaufen und wurden aufgelöst, Demonstranten wurden ohne Grund durchsucht und der Inhalt von Handys der Anreisenden Protestler durchsucht. Leider gab es dabei sehr viele Gewaltexsesse der Polizei, die viele Verletzte und Schwerverletzte auf Seiten der Protestierenden forderten. Wenn auf am Boden liegende Menschen eingetreten wird, geht das ganz sicher zu weit.
Somit hat die Polizei sich häufig nicht an das Recht gehalten und unverhältnismäßige Härte bei sämtlichen Taten walten lassen.
Diese Polizeigewalt verurteilen wir!
Genauso wie sämtliche Gewalt gegen Menschen, die sich als Protest im politischen Rahmen tarnt.
Denn eine Rechtfertigung für geplünderte Läden und brennende Autos kann nicht Polizeigewalt sein.
Diese Taten haben nichts mit Protest zu tun und schrecken alle Menschen, die berechtigte Kritik am System empfinden ab, an den eigentlichen Protesten teilzunehmen. Daher zweifeln wir einen politischen Hintergrund dieser Taten an und glauben eher, dass Menschen mit Lust auf Krawall das Chaos in der Stadt zu ihren Zwecken ausnutzten.
An den eigentlichen Protesten sieht man, dass die von wenigen hundert Menschen begangenen Taten nicht von den eigentlich protestierenden Menschen mitgetragen wurden. Von „Rote Flora“ bis „Die Linke“ solidarisierte sich niemand mit diesen Menschen.
Im Gegenteil: auf der Großdemonstration mit ca. 80000 Teilnehmern „Grenzenlose Solidarität statt G20“ sprachen sich die Menschen gegen Autoanzünder und Wasserwerfer, also gegen jegliche Form der unnötigen Gewalt, aus.
Diesem Motto können wir uns anschließen und denken, dass die friedlichen Großproteste gut aufgezeigt haben, dass das bisherige System nicht von der Mehrzahl der Menschen gewollt ist und dies auch ohne sinnlose Gewalt aufgezeigt werden kann. Auch viele Institutionen,wie die Kirche oder der FC St.Pauli und Einwohner Hamburgs zeigten ihre Gastfreundlichkeit und nahmen übermüdete Menschen ohne Schlafmöglichkeit auf.
Die Blockaden und Demonstrationen waren sehr erfolgreich und wir hoffen, dass sich viele Menschen in Zukunft rebellisch gegenüber dem herrschenden System zeigen. Sich dabei aber nicht von gewalttätigen Menschen, egal ob unter dem Deckmantel der Politik oder in Polizeiuniform, einschüchtern lassen.
[Quellen:

http://m.abendblatt.de/hamburg/g20/article211016533/Das-Raetsel-um-die-Kosten.html

https://www.neues-deutschland.de/m/artikel/1055999.g-protestcamp-rechtsstaat-oder-polizeistaat.html

https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article166193351/Harte-Fronten-vor-G20-zwischen-Demonstranten-und-Polizei.html

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-07/g20-gipfel-hamburg-grenzenlose-solidaritaet-hans-christian-stroebele]


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