Solidarität mit den Opfern der Repressionen des G20-Gipfels (Beitrag vom 20.12.17) ?>

Solidarität mit den Opfern der Repressionen des G20-Gipfels (Beitrag vom 20.12.17)

Nachdem die Polizei gestern ca. 100 lediglich tatverdächtige Demonstrant*innen der öffentlichen Bloßstellung und gesellschaftlichen Denunziation durch die Veröffentlichung ihrer Gesichter übergab, wird nun gegen die Opfer gehetzt. Die „BILD“ Zeitung veröffentlichte eines dieser Bilder mit der Schlagzeile „So jung, so voller Hass! Polizei sucht diese Krawall-Barbie“. Dass dies nicht nur sexistisch ist, sondern auch einen Eingriff höchsten Maßes in die Privatsphäre darstellt, ist für diese Zeitung natürlich kein Problem.
Besonders zwiespältig wirkt jedoch, dass es uns auf Demonstrationen zum Teil nicht möglich ist, auch nur die Dienstnummer eines/einer Polizist*in zu erfragen. Soll es diesen persönlichen Schutz nur für bestimmte Personen geben? Sind das die Werte eines Landes, in dem alle Menschen gleich sein sollen? Leider zeigt dieser Vorfall ein weiteres Mal die Verlogenheit des Staates auf.
Aufgrund der Veröffentlichungen können Neonazis nun ihre Datensätze mit Fotos erweitern, um Andersdenkende zu jagen und die „BILD“ kann sich die Recherche für ihre menschenverachtende Hetze sparen.
Dass das eskalierende Organ während des Gipfels an der Vertuschung und Überschattung der eigenen Gräueltaten arbeiten muss, ist nicht neu. Denn die Polizei fiel schon währenddessen durch massive Fehlmeldungen auf. So wurden z.B. Straftaten von Demonstrant*innen – und Opferzahlen erfunden. Bezeichnend ist hierbei auch die Aussage, ein Polizist wäre durch einen Böller erblindet. Die „BILD“ Zeitung veröffentlichte daraufhin ein Foto mit dem Gesicht des vermeintlichen Täters, welches danach in einer Hetzjagd durch die sozialen Medien ging, um den eigentlich unschuldigen Menschen aufzuspüren.
Es ist traurige Realität, dass zur Einschüchterung gegen politische Gegner*innen so gearbeitet und ausgenutzt wird, dass viele Medienvertreter ohne Hemmungen verbal auf Menschen einprügeln für ihre Verkaufszahlen.
Doch zeigt es nur auf, dass unser System Änderungen bedarf. Menschen sind wichtiger als Profite. Dafür werden wir auch weiterhin kämpfen.
Solidarität mit allen Betroffenen!
(Links zum Thema: http://faktenfinder.tagesschau.de/inland/gzwanzig-143.html
http://www.ndr.de/…/G20-Krawalle-Kritik-an-Polizeiangaben,g…
http://www.tagesschau.de/inla…/g20-akkreditierungen-107.html)


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